Rückschau Thementag #3

Mit „Tradition & Innovation“ ist am 24.11.2011 der letzte der drei Thementage im Rathaussaal Gmunden über die Bühne gegangen. So verschieden die Themen der einzelnen Abende, so unterschiedlich die Inhalte der durchwegs hochkarätigen Gastvorträge waren, so konstant fiel im Gegensatz dazu das Fazit am Ende aller Diskussionen aus: Wir, die BürgerInnen, sind für die Zukunft verantwortlich! Aber wie Verantwortung übernehmen, wer soll die Initiative ergreifen?

Die konkreteste Antwort auf diese Frage gab am letzten Thementag ein Gastredner aus Vorarlberg, Bürgermeister Josef Mathis aus Zwischenwasser: „Wer einen Vorschlag hat, wie sich die Lebensqualität verbessern lässt, wird als BürgerIn mit der Umsetzung beauftragt und seitens der Gemeinde nach Kräften unterstützt!“ Diese Auffassung kommunalpolitischer Steuerung ist in der 3200 Ew.-Gemeinde in ein sog. Alphabet der Nachhaltigkeit eingebettet. Architektur, Bürgerbeteiligung, Cooperation haben dementsprechend bei der Umsetzung neuer Projekte höchste Priorität. Dieses positive Verständnis von Gemeindeentwicklung geht vom gemeinsamen Gestaltungswillen Aller aus. Baukultur und Sozialkapital rücken als Querschnittsmaterien ins Zentrum allen Tuns, Architektur und Dorfgestaltung werden so zum gemeinsamen Anliegen. „Für die Politik kann nichts Besseres passieren, als dass die Menschen diskutieren, ob nun gelobt wird oder auch geschimpft!“ Wichtig ist allerdings, dass nicht nur geredet wird, sondern auch mitangepackt. Das B wie Bürgerbeteiligung bedeutet Einsatz von Arbeitskraft, Geld und Kreativität für’s Gemeinwohl. Das Ergebnis sind ein hohes Maß an Identifikation mit dem Ort, eine solidarische Dorfgemeinschaft und viele fröhliche Feste.

Das C wie Cooperation hingegen endet nicht an den Grenzen der Gemeinde, sondern ermöglicht es, überregionale Themen wie Verkehr und Abfallwirtschaft mit den Nachbargemeinden gemeinsam und koordiniert anzugehen.

In der anschließenden Diskussion und Fragestunde mit den Bürgermeistern Köppl und Mathis wurde deutlich: Streit ist gut, aber er will gelernt sein. Die Kultur des Meinungsaustauschs kann in Gmunden jedenfalls verbessert werden und ist Voraussetzung gelungener Politik unter Beteiligung der BürgerInnen. Die konstruktiven Gespräche an diesem dritten Themenabend gaben einen ersten Vorgeschmack auf eine solche Zukunft für die Stadt.

Am Nachmittag präsentierten Architektur-Studierende der Kunstuniversität Linz ihre Visionen einer lebendig und gemeinschaftlich genutzten Traunbrücke. Ein Leerstand mitten in der Innenstadt diente dazu als Schauraum. Heiße Maroni und erstklassiger Glühwein vom Linzer „Wärmepol“, dem hauseigenen Punschstand der Architekturfakultät, erhöhten für kurze Zeit sogar die Besucherfrequenz in der bereits allzu winterlich-ruhigen Salzfertigergasse.

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    startete als ein aus EU-Mitteln und vom Land OÖ gefördertes Leader-Projekt der Kunstuniversität Linz im Auftrag der Stadt Gmunden. Der Prozess wird nun von den Gmundner BürgerInnen gemeinsam mit der Stadtgemeinde fortgesetzt.
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